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Aufgrund der günstigen geographischen Lage der Provinz Málaga, im Süden der Iberischen Halbinsel und im westlichen Teil des Mittelmeers und ihres bekanntermaßen milden Klimas sind im Laufe der Geschichte immer wieder unterschiedliche Völker durchgereist oder haben sich hier angesiedelt. Und alle Kulturen haben seit dem Paläolithikum bis heute ununterbrochen ihre Spuren hinterlassen.
Diese über mehr als 20.000 Jahre menschlicher Anwesenheit haben hier ein historisch-künstlerisches Erbe größter Bedeutung hinterlassen. Es wird niemanden geben, den dies nicht mehr oder weniger beeindruckt, vor allem nicht die Besucher, die zum ersten Mal nach Málaga kommen und entdecken, dass der Boden, den sie betreten, der gleiche ist, den die wichtigsten Kulturen der Geschichte besiedelt hatten.
Natürlich haben nicht alle diese Zivilisationen in diesem Gebiet im Süden Spaniens bedeutende Spuren hinterlassen, vor allem, da die verwendeten Materialien nicht immer lange gehalten haben, und da neue Zivilisationen bekanntermaßen fast immer die Überbleibsel der Vorgänger zerstört haben. Trotzdem spiegelt die Provinz Málaga eine unendliche Vielfalt an Kulturen wider, von denen viele die Geschichte aller mediterraner Zivilisationen erzählen.
Unter all den unzähligen Spuren prähistorischer Kulturen, die in Málaga zu finden sind, stechen besonders die Felsmalereien in der Cueva de la Pileta (Benaoján – Bezirk Ronda), in der Cueva de Doña Trinidad (Ardales - Bezirk Valle del Guadalhorce) und in der Cueva de Nerja (Costa del Sol Oriental - Axarquía) hervor. Es wird geschätzt, dass diese Arbeiten zwischen 15.000 und 20.000 Jahre alt sind und verschiedene plastische ‘Sprachen’ verwenden. Bedeutend jünger sind die Dolmen von Menga, Viera und Romeral in Antequera (2.500-1.800 Jahre v.Chr.). Sie werden als die bedeutendsten Megalithmonumente Europas angesehen.
Die wahre Geschichte Málagas beginnt jedoch mit der Ankunft der Phönizier, die bei ihrer Expansion über das ganze Mittelmeergebiet besonders diese Region für geeignet hielten und Städte gründeten, die zuerst einfache Industriezentren waren, in denen hauptsächlich Pökelfleisch produziert wurde, das in alle Teile der damals bekannten Welt exportiert wurde. Dies geschah im 8. Jahrhundert v. Chr., einer Zeit, in der die Städte Malaka, welches später zum griechischen Mainake werden würde, und Suel, an der Mündung des Río Fuengirola, gegründet wurden. Die Ausgrabungsstätte von Toscanos, rund um den Río Vélez, und die Nekropolis von Trayamar, im Grenzbezirk Algarrobo, sind zwei weitere, hochinteressante Hinterlassenschaften der Phönizier.
Während der späteren Romanisierung entstanden im Inland der Provinz bedeutende Städte, da es wichtig war, ganz Andalusien mit der Küste zu verbinden. Acinipo (Ronda) und Singilia Barba (Antequera) sind die wichtigsten Zeugnisse dieser Epoche, auch wenn beide Städte verlassen und an mehr oder weniger weit entfernten Orten neu gegründet wurden.
An dieser Stelle soll erwähnt werden, dass mindestens drei römische Bauten die Bedeutung der Provinz Málaga bei der großen Ausdehnung Andalusiens verdeutlichen: das Amphitheater in Málaga, das im 1. Jahrhundert am Abhang des Monte Gibralfaro erbaut wurde und eine ähnliche Kapazität wie das im Neuen Karthago hat, das Amphitheater in Acinipo, bei Ronda, das ebenfalls im 1. Jahrhundert erbaut wurde und die gleichen Merkmale wie das in Málaga aufweist, bei dem jedoch ein großer Teil der Bühne erhalten geblieben ist, und die Villa Romana de Río Verde in Marbella, in der es einige Mosaike von hoher, künstlerischer Qualität gibt. Von einzigartiger Bedeutung sind die Römischen Fundstätten von Faro de Torrox (1. bis 4. Jahrhundert n.Chr.) zu denen eine Siedlung, eine Pökelfabrik, ein Friedhof, ein Brennofen und einige Thermen gehören.
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