Die FKK-Kultur, also das Erleben der Natur bar jeglicher Bekleidung, ist aus den verschiedensten Gründen im Laufe der letzten Jahrzehnte stetig angewachsen. Heute kann man sagen, dass es eine recht ansehnliche Zahl von Menschen gibt, die sich für diese Methode entscheiden, in ihrem Urlaub die Natur zu erleben, oder in Ausnahmefällen das ganze Jahr hindurch so zu leben.
Die Touristengebiete, die immer bestrebt sind, die großen und kleinen Wünsche der Gäste zu erfüllen, um wiederkehrende Besucher zu gewinnen, haben vor allem an den Stränden mehrere Bereiche für die Anhänger des Nudismus eingerichtet, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Freizeitaktivitäten zu genießen, ohne den zensierenden Blicken anderer, nicht mit der FKK-Kultur vertrauter Menschen ausgesetzt zu sein.

Die Costa del Sol, Vorreiterin auf so vielen Gebieten, hat auch in dieser Hinsicht Pionierdienste geleistet. Dies ist ganz natürlich, wenn man bedenkt, dass das Klima der Küste Málagas sogar im Winter mild ist. So ist gegen Ende der siebziger Jahre in Estepona das erste FKK-Dorf von Spanien, Costa Natura, entstanden. Es handelt sich um eine Wohnsiedlung, die aufgrund ihrer Merkmale wie ein weißes andalusisches Dorf aussieht: die Höhenunterschiede des Geländes werden durch Treppen überwunden, enge Sträßchen, duftende Pflanzen, Vorherrschaft von roten Ziegeln und weißen Häuserfassaden. Der Unterschied zum typisch andalusischen Dorf besteht darin, dass die Bewohner von Costa Natura alle ihre Tätigkeiten nackt verrichten. Die Siedlung besteht aus rund 200 Wohnungen, von denen viele von Ausländern gekauft wurden, und verfügt über Freizeiteinrichtungen wie jede andere Feriensiedlung auch: Sauna, Aerobic, Whirlpool, Swimming Pools, Volleyball oder Boccia. Am Strand von Costa Natura stehen große Schilder, die darauf hinweisen, dass hier die Freikörperkultur gepflegt wird.
Am Strand von Arroyo Vaquero, neben Costa Natura, gibt es ebenfalls einen Bereich, der für FKK reserviert ist. Wie fast alle Strände dieser Gegend ist hier das Wasser tief und der Strand wenig besucht. Er verfügt über eine kleine Strandpromenade, etwa einen Meter oberhalb des eigentlichen Strandes. Hier findet man Restaurants, Telefone und andere Dienstleistungen. Ebenso wie in Costa Natura gibt es auch hier Schilder in vier Sprachen, die darauf hinweisen, dass es sich um einen FKK-Bereich handelt.
Anfahrt: Beide Strände erreicht man über die Schnellstrasse N-340 von Málaga nach Estepona. Nach einem Kreisverkehr mit einem großen Schild mit der Aufschrift "Estepona" fährt man etwa einen Kilometer in Richtung Meer. Dort gibt es einen großen kostenlosen, bewachten Parkplatz.
Wenn man entlang der Küstenstraße nach Osten fährt, ohne die N-340 zu verlassen, erreicht man
Cabopino. Hier liegt der Strand
Playa Artola, und der hiesige FKK-Bereich ist unter dem Namen
Las Dunas bekannt. Es handelt sich um einen nicht bebauten Strandabschnitt von etwa 1.200 Metern Länge mit mittlerer Besuchsdichte, flachem Gewässer und wenig Wellengang, umgeben von Dünen und Pinienwäldern. Hier gibt es Strandbars, Restaurants, Telefone, Abfallkörbe, eine Rot-Kreuz-Station und andere Dienstleistungen, jedoch alles in der "Textilzone", soll heißen, der Bereich
Las Dunas verfügt über keinerlei Dienstleistungen. In Wirklichkeit ist dieser Nacktbadestrand, wie andere auch an der Costa del Sol, eine gemischte Zone, wo die "Textilen" und die FKK-Anhänger ohne jegliche Probleme den gleichen Bereich benutzen.
Anfahrt: Sowohl in Richtung Marbella nach Fuengirola wie von Fuengirola nach Marbella fährt man an der Ausfahrt "Cabopino" ab. Nach Überqueren von zwei Kreiseln fährt man einen Abhang hinunter, der auf dem nicht asphaltierten Parkplatz "Playa Artola-Cabopino" endet. Hier muss man den Abhang weiter hinunterfahren, bis man auf einen asphaltierten Parkplatz kommt. Diesem gegenüber liegt der Textilstrand, man biegt nach rechts ab und erreicht die neben einem alten Wachturm befindlichen Dünen. Von hier aus kommt man in die FKK-Zone.