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Gay-Tourismus
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts und zeitgleich mit dem Beginn der großen touristischen Strömungen wurde die Costa del Sol über ihr Image als erstklassiges Reiseziel voller Qualitäten, Reize und einzigartiger Merkmale hinaus auf internationaler Ebene auch als ein Ort bekannt, an dem die Prinzipien der Toleranz, des Gemeinsinns und des Respekts gelebt wurden, welche dank der neuen Zeiten begannen, Einzug in die westlichen Gesellschaften zu halten. 

turismo gayAls halb Europa sich noch nicht ganz von der sozialen Lethargie erholt hatte, die den geschichtlichen Ereignissen jener Epoche vorangingen, und als sogar in Spanien das damalige politische Regime noch nicht die neuen Strömungen zuließ, die sich später im größten Teil des Alten Kontinents durchsetzen sollten, da verwandelte sich diese Gegend in eine idyllische Zuflucht, eine Oase der Freiheit und ein Vorreiter für eine Öffnung nach außen, die auf gewisse Art und Weise schon im Tourismus begonnen hatte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Málaga Pionierarbeit leistete und der Welt schon damals Bilder zeigte, die von den versteinerten Sitten der damaligen Zeit weit entfernt waren.

Dazu gehörten weibliche Touristen, die sich am Strand den oberen Teil ihres Badeanzugs ausgezogen hatten, oder ein Pärchen gleichen Geschlechts, das in absolut toleranter Atmosphäre seinen Urlaub genoss. Alles dies an einem Ort, der im Laufe der Zeit zum bevorzugten Reiseziel für die Schwulenszene werden sollte.


Fast ein halbes Jahrhundert später und nach vollständiger Überwindung der Hürden und der Verschlossenheit der konservativen Vergangenheit besitzt das Image der Costa del Sol als freiheitsliebendes Reiseziel weiterhin volle Gültigkeit, heute vielleicht mehr als je zuvor. Vielleicht ist es wegen dieser Umstände, mit Sicherheit auch dank der umfangreichsten und vielfältigsten Angebotspalette von ganz Europa, die für diesen wichtigen Teil der Gesellschaft erdacht wurde, dass Málaga und insbesondere einige der Küstenorte –Torremolinos spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle - sich als markanter Punkt für den inzwischen als "Gay-Tourismus" bekannten Fremdenverkehr konsolidiert haben. Dies wird von den statistischen Daten bestätigt. Tatsächlich kann sich die Costa del Sol auf die Fahne schreiben, eines der wenigen Reiseziele zu sein, das über die Einrichtungen, Attraktionen und ein ausreichend zugkräftiges Spezialangebot verfügt, um diese Art von Touristen anzulocken. 

Dabei sollte man nicht vergessen, dass 8 bis 12 Prozent der Bevölkerung sich als "gay" bezeichnet. Das macht diesen Tourismus zu einer außerordentlich interessanten Marktlücke für die Ferienindustrie. Hotelbetriebe und Gaststätten, Nachtlokale und die verschiedenartigsten Geschäfte füllen die lange Liste von Unternehmen, die sich dem Trend "gay-friendly" angeschlossen haben, welcher in dieser Provinz schon in den sechziger Jahren ihren Durchbruch schaffte.

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Fotogalerie
Vista lateral de la escultura de El Efebo, del siglo I d.c., ubicado en el Palacio de Nájera, Museo Municipal de Antequera
La construcción de la Alcazaba data de principios del siglo XI, pero fue a mitad de esta centuria cuando el rey Badis, de la taifa granadina, la convirtió de una de las más destacadas fortalezas musulmanas de la época
Busto de mármol en el Palacio de Nájera, Museo Municipal de Antequera
 
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