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Naturliebhaber finden in der Provinz Málaga einen der abwechslungsreichsten und attraktivsten Landstriche, die man sich nur vorstellen kann. Sehr interessant ist vor allem das Hinterland, obwohl auch am betriebsamen Küstenstreifen, ein viel besuchtes Reiseziel für die großen Touristenströme, überraschenderweise noch weitläufige Gebiete erhalten sind, in denen die Natur ihre ganze intakte Schönheit zeigt.
Die Vielseitigkeit der Region um Málaga – von manchen wird sie sogar als ein kleiner Kontinent bezeichnet – rührt von der komplexen Beschaffenheit des Geländes her. Es ist größtenteils gebirgig mit Ausnahme des Nordens, wo sich die große Tiefebene von Antequera mit ihren fruchtbaren und landwirtschaftlich genutzten Flächen erstreckt. Der Rest der Provinz besteht aus mehreren, sich kreuzenden Gebirgszügen, von denen einige Gipfel fast 2.000 Meter in die Höhe ragen. Dies ist der Grund für die Vielzahl der paradiesisch anmutenden Täler, die von Flüssen und Bächen durchzogenen sind; für die üppige Vegetation, die in manchen Fällen mit einzigartigen Pflanzen, wie zum Beispiel der Pinsapo-Kiefer vertreten ist, sowie für die Gesteinsformationen, die manchmal wahre, von der Natur geschaffene Kunststücke von einzigartiger Schönheit darstellen.
Málaga besitzt 23 geschützte Naturgebiete, die in Naturparks eingeteilt sind: Sierra de las Nieves, Montes de Málaga, Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama, Los Alcornocales und Sierra de Grazalema; Naturlandschaften, wie Acantilados de Maro, Desembocadura del Guadalhorce, Desfiladero de los Gaitanes, Los Reales de Sierra Bermeja, Sierra Crestellina und El Torcal de Antequera; Naturreservate, wie Laguna de Fuente de Piedra, Archidona, Campillos und La Ratosa; außerstädtische Parks, wie Sierra de Gracia, Dehesa de Mercadillo und Pinar del Hacho sowie Naturmonumente: Pinsapo-Kiefer von Las Escaleretas, Tornillo de El Torcal, Cañón de las Buitreras, Falla de la Sierra del Calamorro und die Dünen von Artola oder Cabopino.
Dank der guten Verkehrsverbindungen, welche die Landkreise miteinander und mit der Hauptstadt Málaga verbinden, gelangt man schnell und bequem bis in die entlegendsten Winkel der Provinz, wobei der Zugang zu einigen besonders schwierigen Gegenden je nach Beschaffenheit in Geländefahrzeugen oder zu Fuß erfolgen muss. Die Orte von größtem ökologischem und landschaftlichem Wert sind zu Naturparks, Naturlandschaften, Naturreservaten, außerstädtischen Parks und Naturmonumenten ernannt worden. Sie unterliegen gewissen Bestimmungen, die man zu beachten hat, um so zur Erhaltung ihres ökologischen Gleichgewichts beizutragen.
Unter den Orten in der Provinz Málaga, die zum Erleben der Natur in ihrer ganzen Pracht einladen, ist besonders das Gebirgsland Serranía de Ronda zu nennen, auf dessen Gebiet sich die Naturparks Sierra de las Nieves, Sierra de Grazalema und Los Alcornocales befinden, sowie die Flusstäler Valle del Genal und Valle del Guadiaro.
Durch ihre geografische Nähe teilen alle diese Landschaften bestimmte Merkmale miteinander. Dazu gehört die großzügige Niederschlagsmenge, die ihre üppige Flora ermöglicht, doch gleichzeitig besitzt jede Landschaft gewisse Eigenheiten, die das Einzigartige an ihr ausmachen. Diese Orte sind wie natürliche, lebendige Museen, in denen man die Spuren alter Kulturen verfolgen kann, eine Fauna und Flora von größter Bedeutung beobachten und Landschaften von unvergleichlicher Schönheit genießen kann. Dabei ist das wirkliche "Kennzeichen" dieser Naturparks und Landschaften, vor allem in der Sierra de las Nieves und der Sierra de Grazalema, die Pinsapo-Kiefer, eine seltene Kiefernart, die noch aus der Eiszeit stammt und dank der besonderen Bedingungen dieses Landstrichs überleben konnte.
Der Naturpark Sierra de las Nieves setzt sich aus den Gemeinden Alozaina, El Burgo, Casarabonela, Guaro, Istán, Monda, Ojén, Tolox und Junquera zusammen, die dadurch hervorstechen, dass sie im perfekten Gleichgewicht mit der Umwelt leben. Der Naturpark wurde zum Biosphärenreservat erklärt, in ihm befindet sich der höchste Gipfel der Provinz, der Torrecilla mit 1.919 Metern Höhe, und gleichzeitig auch die tiefste Erdspalte (Sima) von Spanien, die GESM, von der bis heute 1.098 Meter erforscht sind.
Sowohl der Naturpark Sierra de Grazalema wie auch der Korkeichenwald Los Alcornocales teilen ihre Fläche mit Gemeinden, die zur Provinz Cádiz gehören. Die Gemeinden Málagas in der Sierra de Grazalema (Benaoján, Montejaque, Cortes de la Frontera, Jimera de Líbar und Ronda) stecken voller Geschichte und einige von ihnen, darunter Ronda, besitzen ein kunsthistorisches Erbe von außerordentlicher Bedeutung.