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Wichtige Daten
Marbella - Costa del Sol
Grundfläche: 114,30 km2
Einwohnerzahl: 130.549
Bezeichnung der Einwohner: „Marbellíes“
Au?ergewöhnliche Exkursionen: römische Siedlung von Río Verde, paläochristliche Basilika von Vega del Mar, Thermen oder römische Bäder bei Guadalmina, Kirche La Encarnación, maurische Festung, Hospital San Juan de Dios, Hospital Bazán (Museum für Gravurkunst), Casa del Corregidor (Haus des Stadthalters), Kapelle Santo Cristo de la Vera Cruz, Rathaus, Kapelle Santiago, Museum Cortijo Miraflores, Bonsai-Museum.
Geographische Lage: im Herzen der Westlichen Costa del Sol, zwischen den Ausläufern der Sierra Blanca und der Küstenlinie. Der Ortskern liegt 56 Kilometer von Malaga entfernt; der durchschnittliche jährliche Niederschlag liegt bei 630 l/m2 und die Temperatur beträgt im Schnitt 18º C.
Touristikinformation: Tourismusbüro, Plaza de los Naranjos (Bajos Ayuntamiento) (29600). Tel: (+34) 952 82 35 50 Fax: (+34) 952 77 36 21  E-mail: otnaranjos@marbella.es

Marbella - Costa del Sol

Die unverwechselbare Silhouette der Sierra Blanca, die von jeder Stelle im Ort zu sehen ist, ist das charakteristische geografische Markenzeichen dieses Landstrichs; der nördliche Teil ist mit seinen Gipfeln von über 1.000 Metern Höhe besonders gebirgsreich und wird von zahlreichen Talsohlen durchzogen. Ein Versuch der Natur, diesem gewaltigen und luxusgeladenen Vorstoß der Urbanisierung der letzten Jahrzehnte eine gewisse Normalität entgegen zu setzen.

Die großen Urbanisationen sind zwar schon in manche, von der Küste entfernt gelegene Gegenden vorgedrungen, und es ist anzuzweifeln, ob einige dieser Bebauungen in Bezug auf die Landschaft ringsherum wirklich ideal sind. Doch rund um Marbella bleibt immer noch Platz für großzügige Flächen mit alten Korkeichenwäldern, ausgedehnten Pinienwäldern und einigen Olivenhainen, die zusammen mit den neuen, privaten Gartenanlagen und den getrimmten Rasenflächen der Golfplätze (14 an der Zahl innerhalb der Gemeinde) die Farbe Grün zu einem wirklichen Hauptdarsteller machen, der wiederum ein hervorragender Werbeträger für den hier beheimateten, hochkarätigen Tourismus ist.

Marbella steht hinsichtlich seiner Einwohnerzahl innerhalb der Provinz Málaga an zweiter Stelle und empfing seine ersten, wenigen Siedler schon in der Vorsteinzeit, wie die Waffen und Werkzeuge belegen, die man im Coto Correo, im Stadtteil Las Chapas sowie in der Höhle von Pecho Redondo (Neusteinzeit), an den südlichen Ausläufern der Sierra Blanca gefunden hat. Mit Ausnahme der phönizischen Funde bei Río Real gibt es von anderen Kulturen keine weiteren Funde bis zum Ende der Herrschaft der Karthager, von denen Reste bei Río Verde vorhanden sind, etwa fünf Kilometer von Marbella entfernt.

Die Römer hingegen haben während ihrer Anwesenheit in diesen Gebieten bemerkenswerte Spuren hinterlassen, wie zum Beispiel die Siedlung von Río Verde, die Thermen von Guadalmina und verschiedene Objekte, die in der Altstadt gefunden wurden. Manche Wissenschaftler schließen die Möglichkeit nicht aus, dass der eigentliche Kern des heutigen Marbella von Römern gegründet worden sein könnte, und manche vermuten sogar, es könne sich um das berühmte Salduba der Iberer handeln, von dem bei Plinius und Ptmolomeus die Rede ist. Andere Autoren wiederum zeigen die Möglichkeit auf, es könne sich um Cilniana handeln, das in der Reisebeschreibung von Antoninus erwähnt wird. In beiden Fällen würde die ohne Zweifel befestigte, damalige äußere Stadtgrenze mit der heutigen Altstadt übereinstimmen.

Die überreste von Türmen und Mauern der noch bestehenden Festung gehören zwar in die Zeit der Mauren, jedoch ist der untere Teil römischer Herkunft, wie auch die Fundamente einiger anderer Gebäude rund um den zentral gelegenen Plaza de los Naranjos (Platz der Orangenbäume) römischen Ursprungs sind. Dies alles sind Hinweise darauf, dass der Ort während der römischen Hegemonie eine gewisse Bedeutung besessen haben muss. Aus der westgotischen Epoche stammt die paläochristliche Basilika von Vega del Mar, bei San Pedro de Alcántara, eines der bemerkenswertesten Bauwerke aus jener Zeit, die jemals in Spanien errichtet wurden.

Seit der maurischen Invasion stand der Ort unter der Herrschaft verschiedener Dynastien, bis 1274 die Benimerer die Macht übernahmen; anschließend unterstand der Ort, wie auch seine gesamte Umgebung, bis zur Eroberung durch die Katholischen Könige im Jahre 1485 dem maurischen Königreich von Granada.

Angesichts des heutigen Stadtbildes kann man sich nur schwerlich vorstellen, dass Marbella im 19. Jh. einer der Orte Spaniens war, in denen der Bergbau große Bedeutung hatte. Man hatte hier Hochöfen zur Nutzung des Eisenerzes eingerichtet, welches in den Bergwerken der Sierra Blanca abgebaut wurde. Innerhalb eines Jahrhunderts verwandelte sich die Stadt von einem bekannten Industrieort zu einem weltweit bekannten Urlaubsort.


Marbella - Costa del Sol

Anreise

Nach Marbella gelangt man über die gebührenpflichtige Autobahn AP-7 oder über die Landstraße N-340. Beide Straßen sind hervorragend ausgeschildert, so dass man sich nicht verfahren kann.


 
 
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Tourismusverband der Costa del Sol  |  www.besuchcostadelsol.de